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News


Dr. W. Lewin stellt sich vor:

Nach über 18 Jahren in der Pferdeklinik Dr. Belz Tappendorf werde ich meinem bisherigen Arbeitsschwerpunkt der Pferdezahnbehandlung weiterhin treu bleiben. Zukünftig wird mein Tätigkeitsfeld sowohl auf dem Gebiet der klassischen Zahnbehandlung als auch der Kiefer- und Zahnchirurgie bei Pferden liegen.


Obwohl ich bei Bedarf Zahnextraktionen durchführe, werden zahnerhaltende Behandlungsvarianten den Vorzug haben. Im Backenzahnbereich brauchen Pferde als Pflanzenfresser zur Zerkleinerung des strukturstarken Raufutters effektive, als funktionelle Einheit arbeitende, Kaublöcke aus Ober- und Unterkiefermahlzähnen. Die moderne Methode Reimplantation bzw. Replanation (d. h. das Wiedereinsetzen wurzelspitzenresesierter Backenzähne unter bestimmten Fallbedingungen) wurde von Kollegen angedacht und auch von mir in der Praxis seit 2012 angewandt und weiterentwickelt.

Diese zahnerhaltende Behandlungsvariante führt zu intakten Kauflächen und nach Jahren zu erfolgreichen Behandlungsergebnissen. Die Zeitschrift  St. Georg bat mich darum, dieses neue Wissen und meine fundierte Praxiserfahrung in einem Artikel für eine breite Leserschaft zugänglich zu machen. Veröffentlichung: St Georg 2/2015 Gesundheit „Kaputte Backenzähne raus und wieder rein“.
Der Alltag vom „Pferdezahnarzt“ wird häufig eher von Zahnspitzen, Haken und anderen Befunden bestimmt, welche meistens durch Fehlabrieb der Zähne oder Störungen im Zahnwechsel verursacht werden. So wird man zu Kaustörungen und auch gehäuft zu Rittigkeitsproblemen der Pferde gerufen. Dabei versuche ich immer das Pferd als Ganzes zu betrachten, denn z.B. geringgradige Lahmheiten oder muskuläre Probleme (nicht immer nur im Rücken), können Zahnprobleme suggerieren.                    

Bevor der Osteopath, Chiropraktiker oder Physiotherapeut gerufen wird, sollten reitrelevante Zahnbefunde bzw. Zahn- und Kiefererkrankungen erkannt, behandelt bzw. ausgeschlossen sein.

Reiter- bzw. Trainingsfehler, sowie unpassende Zäumung und Sättel sollen ebenfalls betrachtet werden. Gerade beim Thema Rittigkeit (s. Artikel St Georg 6/2016 Special Zähne; „Auf den Zahn gefühlt“) ist eine offene Kommunikation und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bzw. Behandelnden im Sinne des Pferdewohls sehr hilfreich.

Ein Themenbereich, der mich zusätzlich besonders interessiert, ist das Fachgebiet der Paradontalerkrankungen.
Eine seit Jahren bekannte, aber jetzt gehäuft im besonderen Interesse stehende, Erkrankung der Backenzähne stellt den zahnbehandelnden Kollegen vor interessante Befunde, die oft eine zeitaufwendige, detaillierte Diagnostik erfordern und vielgestaltige Therapieansätze erfordern. Die Begriffe Diastema bzw., Diastase (mit oder ohne Zahnfehlstellung) werden dabei noch nicht einheitlich gebraucht. Dabei liegt eine Paradontalerkrankung vor, d. h. eine entzündliche Erkrankung der Zahnzwischenräume, die sich unterschiedlich tief in den Kiefer ausbreitet und so den Halteapparat der Zähne angreift. Eingeklemmtes Futter und seine bakterielle Zersetzung verursachen dann Zahnfleisch- und Knochenrückgang, der zumeist sehr schmerzhaft ist und dabei nicht nur ältere Pferde betrifft.
Alle Aufgaben in meinem Fachgebiet der klassischen Zahnbehandlung als auch der Kiefer- und Zahnchirurgie bei Pferden werde ich weiterhin mit Herzblut umsetzen.

Ich freue mich, wenn ich Ihnen bzw. Ihrem Pferd helfen kann.

Glinde,den 15.11.2016                Ihr Dr. Walter Lewin / Tierarztpraxis Groth

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