Tierarztpraxis Dr. med. vet. Jan Groth | Mühlenstraße 3 | 21509 Glinde
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Leistungen: Zahnheilkunde


Das gesunde Pferdegebiss beeinflusst die Leistungsfähigkeit und Rittigkeit Ihres Pferdes entscheidend. Da etwa 75% aller untersuchten Pferde Zahnprobleme haben, ist die Zahnheilkunde einer unserer Schwerpunkte.

Das Ziel einer Zahnbehandlung ist es, dem Pferd ein gesundes Kauen ohne Schmerzen zu ermöglichen. Die gesunde Kauphysiologie ist auch die Voraussetzung dafür, dass Ihr Pferd das Trensengebiss korrekt annimmt. Probleme mit den Zähnen führen zu Unrittigkeit, Verspannungen im Kiefergelenk bis in die Wirbelsäule.

Wenn Ihr Pferd z.B. auf Hilfen nicht mehr richtig reagiert, den Zügel nicht annimmt oder sich beim Kauen des Futters gestört verhält, können diese Symptome für eine Zahnerkrankung sprechen.

Auch die Futteraufnahme und –Futterverwertung hängt wesentlich von der Zahngesundheit ab.
Deshalb empfehlen wir eine regelmäßige Zahnuntersuchung. Bei jungen Pferden (bis ca. 5 Jahre) sollte das Gebiss alle 6 Monate untersucht und gegebenenfalls behandelt werden und bei älteren ca. 1x im Jahr. Im Einzelfall sind andere Abstände sinnvoll.

Das Behandlungsspektrum reicht von der Entfernung scharfer Kanten, dem Ausgleichen größerer Wellen und Rampen über die Behandlung von sehr schmerzhaften Parodontaltaschen bis zum Ziehen von erkrankten Schneide- und Backenzähnen.

Herr Dr. Groth hat sich seit 15 Jahren auf die Pferdezahnheilkunde spezialisiert. Er führt pro Jahr ca. 1.500 Zahnbehandlungen durch.
(Dr. Groth bei der Zahnbehandlung)

Die spezielle Ausbildung hat er über mehrere Jahre an Tierärztlichen Hochschulen in Deutschland sowie über die Teilnahme an vielen Fortbildungsveranstaltungen erlangt.

Sehr wichtig für die korrekte und gute Durchführung einer Zahnbehandlung ist auch die langjährige Erfahrung, auf die Dr. Groth mittlerweile auf diesem Gebiet zurückgreifen kann.

Frau Dr. Simon und Herr Dr. Lewin verfügen ebenfalls über langjährige Praxiserfahrung und die Zusatzausbildung auf dem Gebiet der Pferdezahnheilkunde.

 

Wie erfolgt eine Zahnbehandlung?

1. Sie als Pferdhalter geben einen möglichst ausführlichen Vorbericht, in dem Sie alles erwähnen, was relevant sein könnte, z.Bsp.

  • Rittigkeit allgemein
  • wie nimmt mein Pferd den Zügel an
  • wie läßt sich mein Pferd stellen
  • wie leicht läßt sich mein Pferd bei der Arbeit lösen
  • bestehen Verspannungen
  • bestehen Taktfehler
  • verwirft sich mein Pferd oder geht es über/unter dem Zügel

Derartige Auffälligkeiten können durch Probleme mit den Zähnen verursacht werden.

2. Herr Dr. Groth bzw. Frau Dr. Simon oder Herr Dr. Lewin schauen sich während des Vorgespräches Ihr Pferd an. Anschließend wird der Ober- und Unterkiefer sowie das Kiefergelenk von außen abgetastet. Hierbei können schon erste Befunde erhoben werden, die auf die Indiktion einer Behandlung hinweisen.

3. Ihr Pferd wird nun durch die intravenöse Gabe eines sehr gut verträglichen Beruhigungsmittels sediert. Selbstverständlich wird vor der Einleitung der Sedierung eine Herzkontrolle durchgeführt.

4. Bis die Sedierung richtig wirkt, vergehen ca. 5 Minuten. In dieser Zeit werden die Instrumente vorbereitet und bereitgelegt. Wir verwenden hochwertige Instrumente aus Frankreich von der Firma Horse-Dental-Equipment (www.horse-dental-equipment.com).

5. Das sedierte Pferd bekommt vorsichtig ein Maulgatter angelegt. Damit kann das Maul schonend geöffent werden, damit der Tierarzt einen optimalen Zugang zu der Maulhöhle hat. Nach gründlichem Ausspülen wird der Kopf auf ein Kopfstativ aufgelehnt, so dass in Sichthöhe gearbeitet werden kann.

6. Nun werden alle Strukturen in der Maulhöhle gründlich untersucht, d. h. die Zähne werden abgetastet und angesehen. Dabei ist auch eine Videokamera mit Monitor hilfreich, so dass auch Sie sehen können, was mit den Zähnen Ihres Pferdes nicht in Ordnung ist.

7. Die Schleiftherapie besteht darin, dass scharfe Kanten geglättet werden. Weiterhin werden Stufen, Zacken und Wellen, soweit vorhanden, geglättet.

Diese Arbeit erfordert große Erfahrung, damit die Kauphysiologie verbessert wird. Auch muss darauf geachtet werden, dass an einzelnen Zähnen nicht zuviel Substanz entfernt wird, um die Zahnnerven nicht zu schädigen. Auch muss eine Hitzeentwicklung am Zahn vermieden werden.

Wir arbeiten mit verschiedenen Schleifaufsätzen, die von einem Motor über eine biegsame Welle angetrieben werden. Für jeden Bereich im Pferdemaul gibt es besondere Schleifaufsätze.  Alle Schleifaufsätze arbeiten mit diamantbeschichteten Scheiben bzw. Walzen.

8. Gelegentlich ist es erforderlich Zähne zu extrahieren. Hierbei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der nach unserem Tierschutzrecht nur von Tierärzten durchgeführt werden darf.

Zur Schmerzausschaltung wird der betroffene Zahn zuvor betäubt.

Extraktionen sind erforderlich wenn

  • Zähne verletzungsbedingt zerbrochen sind, entzündet und die Wurzeln vereitert sind
  • bei alten Pferden abgestorbene Zähne gelockert sind
  • bei jungen Pferden Milzahnreste vorhanden sind
  • Wolfszähne dem Pferd Schmerzen durch die Einwirkung des Trensengebisses verursachen.

Für die verschienen Extraktionen von Zähnen werden Spezialinstrumente benötigt, mit denen die Zähne schonend gelockert werden. Dieser Lockerungsvorgang kann bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Anschließend geht die eigentliche Extration leicht von statten.

Die meisten Extraktionen können wir vor Ort am stehenden Pferd durchführen. Selbstverständlich werden begleitend auch die nötigen Medikamente verabreicht z. B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Tetanusschutz. Nach solchen chirurgischen Eingriffen werden stets Nachbehandlungen in den darauffolgenden Tagen durchgeführt.

Wenn die Situation es erfordert, führen wir auch Röntgenuntersuchungen am Kopf des Pferdes durch.

Jede Zahnbehandlung erfolgt mit dem Ziel, die Gesundheit, die ungestörte Futteraufnahme und die Rittigkeit des Pferdes zu verbessern oder wieder herzustellen.

Haben Sie Fragen, rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie per e-mail unter dr-groth@t-online.de.

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