Tierarztpraxis Dr. med. vet. Jan Groth | Mühlenstraße 3 | 21509 Glinde
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Häufig gestellte Fragen in der Pferdepraxis


In welcher Region bieten wir Besuche im Rahmen der Pferdepraxis an?

1. Allgemeine Pferdepraxis:

Frau Dr. Simon, die Tierärztin Frau Hammer und der Tierarzt Herr Stobbe bieten allgemeine Pferdepraxis in folgenden Regionen an:

  • Hamburgs Osten
  • Kreis Stormarn
  • Kreis Herzogtum Lauenburg

2. Pferdezahnheilkunde

  • das Einsatzgebiet von Dr. Lewin befindet sich hauptsächlich in Schleswig-Holstein
  • Herr Dr. Groth arbeitet in einem Radius von ca. 100 km um Hamburg
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Welche Impfungen braucht mein Pferd?

Wir empfehlen die regelmäßige Impfung gegen Influenza, Herpes und Tetanus.

Für alle drei Impfungen gilt, daß zu Beginn eine Grundimmunisierung erfolgt mit 2 Injektionen im Abstand von 4-6 Wochen und einer dritten nach 5-6 Monaten für Influenza und Herpes und nach einem Jahr für Tetanus.

Nachdem die Grundimmunisierung abgeschlossen ist, muß der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden:

  • Influenza : alle 6 - 9 Monate (Turnierpferde: 6 Monate +/- 21 Tage)
  • Herpes : alle 5 - 6 Monate
  • Tetanus : alle 2 Jahre

In einigen Fällen können Impfungen gegen Tollwut, Druse oder das West- Nil- Virus sinnvoll sein.

Sprechen Sie uns bitte für das Erstellen eines individuellen Impfkonzepts an.

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Wie entwurme ich mein Pferd?

Grundlage einer guten Vorbeugung von Wurmbefall sollte eine gute Stall- und Weidehygiene sein. Der Kot sollte regelmäßig entfernt werden, Fressplätze sollten deutlich von Kotplätzen getrennt sein, um eine Infektion mit Eiern und Larven bei der Futteraufnahme gering zu halten.

Zusätzlich sollten in regelmäßigen Abständen Wurmkuren verabreicht werden, um die Würmer, die es bis ins Pferd geschafft haben, abzutöten.

Sinnvoll ist es, alle Pferde, die in einer Gruppe zusammenleben, gemeinsam zu behandeln.

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Wie erfolgt eine Zahnbehandlung?

1. Sie als Pferdhalter geben einen möglichst ausführlichen Vorbericht, in dem Sie alles erwähnen, was relevant sein könnte, z.Bsp.

  • Rittigkeit allgemein
  • wie nimmt mein Pferd den Zügel an
  • wie läßt sich mein Pferd stellen
  • wie leicht läßt sich mein Pferd bei der Arbeit lösen
  • bestehen Verspannungen
  • bestehen Taktfehler
  • verwirft sich mein Pferd oder geht es über/unter dem Zügel

Derartige Auffälligkeiten können durch Probleme mit den Zähnen verursacht werden.

2. Herr Dr. Groth bzw. Frau Dr. Simon schauen sich während des Vorgespräches Ihr Pferd an. Anschließend wird der Ober- und Unterkiefer sowie das Kiefergelenk von außen abgetastet. Hierbei können schon erste Befunde erhoben werden, die auf die Indiktion einer Behandlung hinweisen.

3. Ihr Pferd wird nun durch die intravenöse Gabe eines sehr gut verträglichen Beruhigungsmittels sediert. Selbstverständlich wird vor der Einleitung der Sedierung eine Herzkontrolle durchgeführt.

4. Bis die Sedierung richtig wirkt, vergehen ca. 5 Minuten. In dieser Zeit werden die Instrumente vorbereitet und bereitgelegt. Wir verwenden hochwertige Instrumente aus Frankreich von der Firma Horse-Dental-Equipment (www.horse-dental-equipment.com).

5. Das sedierte Pferd bekommt vorsichtig ein Maulgatter angelegt. Damit kann das Maul schonend geöffent werden, damit der Tierarzt einen optimalen Zugang zu der Maulhöhle hat. Nach gründlichem Ausspülen wird der Kopf auf ein Kopfstativ aufgelehnt, so dass in Sichthöhe gearbeitet werden kann.

6. Nun werden alle Strukturen in der Maulhöhle gründlich untersucht, d. h. die Zähne werden abgetastet und angesehen. Dabei ist auch eine Videokamera mit Monitor hilfreich, so dass auch Sie sehen können, was mit den Zähnen Ihres Pferdes nicht in Ordnung ist.

7. Die Schleiftherapie besteht darin, dass scharfe Kanten geglättet werden. Weiterhin werden Stufen, Zacken und Wellen, soweit vorhanden, geglättet.

Diese Arbeit erfordert große Erfahrung, damit die Kauphysiologie verbessert wird. Auch muss darauf geachtet werden, dass an einzelnen Zähnen nicht zuviel Substanz entfernt wird, um die Zahnnerven nicht zu schädigen. Auch muss eine Hitzeentwicklung am Zahn vermieden werden.

Wir arbeiten mit verschiedenen Schleifaufsätzen, die von einem Motor über eine biegsame Welle angetrieben werden. Für jeden Bereich im Pferdemaul gibt es besondere Schleifaufsätze.  Alle Schleifaufsätze arbeiten mit diamantbeschichteten Scheiben bzw. Walzen.

8. Gelegentlich ist es erforderlich Zähne zu extrahieren. Hierbei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der nach unserem Tierschutzrecht nur von Tierärzten durchgeführt werden darf.

Zur Schmerzausschaltung wird der betroffene Zahn zuvor betäubt.

Extraktionen sind erforderlich wenn

  • Zähne verletzungsbedingt zerbrochen sind, entzündet und die Wurzeln vereitert sind
  • bei alten Pferden abgestorbene Zähne gelockert sind
  • bei jungen Pferden Milzahnreste vorhanden sind
  • Wolfszähne dem Pferd Schmerzen durch die Einwirkung des Trensengebisses verursachen.

Für die verschienen Extraktionen von Zähnen werden Spezialinstrumente benötigt, mit denen die Zähne schonend gelockert werden. Dieser Lockerungsvorgang kann bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Anschließend geht die eigentliche Extration leicht von statten.

Die meisten Extraktionen können wir vor Ort am stehenden Pferd durchführen. Selbstverständlich werden begleitend auch die nötigen Medikamente verabreicht z. B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Tetanusschutz. Nach solchen chirurgischen Eingriffen werden stets Nachbehandlungen in den darauffolgenden Tagen durchgeführt.

Wenn die Situation es erfordert, führen wir auch Röntgenuntersuchungen am Kopf des Pferdes durch.

Jede Zahnbehandlung erfolgt mit dem Ziel, die Gesundheit, die ungestörte Futteraufnahme und die Rittigkeit des Pferdes zu verbessern oder wieder herzustellen.

Haben Sie Fragen, rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie per e-mail unter dr-groth@t-online.de.

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